Historie
 

Im September 1969, anlässlich der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt, wurde der VW-Porsche 914
erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, in zwei Versionen, dem 914/4 und dem 914/6.
Zum Zwecke des Vertriebs und der Betreuung des 914-Prolektes hatten sich im selben Jahr das Volkswagenwerk und
die Firma Porsche in der »VW-Porsche Vertriebsgesellschaft mbH« zusammengeschlossen.
Die Karosserien aller 914-Modelle stellte die Firma Karmann in Osnabrück her.
An unterschiedlichen Orten erfolgte der Zusammenbau der Karosserien mit den mechanischen Aggregaten.
Sämtliche Modelle mit 4-Zylinder-Motoren (914/4) wurden ebenfalls bei Karmann fertiggestellt.
Entgegen weit verbreiteter Ansicht entstammen nur wenige Teile dem VW-Regal, im wesentlichen lediglich die 1.7 L- und
späteren 1.8 L-Motoren; der 2.0 L-Motor war bereits eine 914-Konstruktion.
Alles Übrige war speziell für den 914 produziert und entsprach in vielem Porsche-Üblichem .
Hersteller der 914-Vierzylinder-Versionen war das VW-Werk.
Die zur Ausrüstung mit 6-Zylinder-Porsche-Motoren bestimmten Rohkarossen wurden nach Zuffenhausen transportiert und
dort neben den zu dieser Zeit aktuellen 2.2 1 911-Modellen montiert. Zum Einbau kam der 2.0 l-T-Motor mit 110 PS der
älteren 911-Modellen. Anders als beim 914/4 fanden noch einige andere 911-Teile für den 914/6 Verwendung, u. a. Räder,
Vorderachse und bis Ende 1971 Lenkstock und Lenkrad.
Dementsprechend war dann auch die »Dr. Ing. H. c. F. Porsche KG« als Hersteller im KFZ-Brief eingetragen.

Im Laufe der Produktion, von Ende 1969 (Modelljahr 1970) bis 1976, gab es folgende Serienversionen:
914/6 Mod. 70-72
914/4 (1.7L) Mod. 70-73
914 2.0 Mod. 73 76
914 1.8 Mod. 74-76

Bei seinem Erscheinen im Herbst 1969 kostete der 914/6 19.000,-DM, der 914/4 13.560,- DM, das 76' Modell 2.0 19.200,-DM
(zum Vergleich: der 911 2.2L Mod. 70 kostete 19.970,- DM, der 911 2.7L Mod. 76 34.350,- DM).

Insgesamt wurden knapp 119 000 VW-Porsche hergestellt, davon 3382 mit 6-Zylinder-Porsche-Motor.
Etwa 70% der Gesamtproduk-tion wurde nach USA exportiert.
Zu den 3382 914/6 zählen neben den wenigen im Werk gebauten und 914/6 GT genannten Wettbewerbsfahrzeugen
auch die 11 bei Porsche gefertigten sog. 916, die sich u. a., durch Stahldach, Kotflügelverbreiterungen, Kunststoff-Front und -heckteil
und 2.4l-S bzw. 2,7l-Carrera Motoren von den normalen 914/6 unterscheiden.
Diese Fahrzeuge kamen jedoch nie offiziell zum Verkauf und wurden nur an »Freunde des Hauses« abgegeben.

Für Herrn Prof. Porsche und für Herrn Dr. Ferdinand Piech wurden darüber hinaus zwei ganz besondere 914 gebaut:
zwei Vorserienfahrzeuge (rot und silber) - mit schmaler Karosserie - wurden mit dem 8-Zylinder Rennmotor des berühmten
Porsche 908 ausgerüstet.
Beide Fahrzeuge befinden sich nach wie vor in Werksbesitz.

Heute ist der VW-Porsche ein Liebhaberfahrzeug.
Geschätzt wird sein Außergewöhnliches, die Porsche-Konstruktion mit Mittelmotor und Targadach.

   
  Farben
  Den VW-Porsche 914 gab es ab Werk in folgenden Farben :
  Serienfarben Code

Sonderwunsch-Farben

Code
Irischgrün
Adriablau
Blutorange
Weidengrün
Zitronengelb
Hellelfenbein
Bahiarot
Signalorange
Saturngelb
Ravennagrün
Sonnengelb
Sambesigrün
Olympiablau
Phönixrot
Malagarot
Ibizarot
Nepalorange
Lagunenblau
L60E
L50E
L21E
L63K
L11E
L80E
L30E
L20E
L13M
L65K
L13K
L64K
L51P
L32K
L30C
L31M
L20C
L50C
Silbermetallic
Goldmetallic
Goldmetallic
Grünmetallic
Geminiblaumetallic
Coloradometallic
Blaumetallic
Schwarz
Saturngelbmetallic
Alaskablaumetallic
Marathonmetallic
Anconametallic
Vipergrünmetallic
Saturngelbmetallic
Palmagrünmetallic
Tombacmetallic
Polizeigrün
L96D
L97G
L97H
L97P
L96E
L97D
L98P
L04I
L99A
L96B
L96M
L97B
L96N
L99A
L95K
L99K
L67Z
 
Alle Sonderwunschfarben kosteten 450,- DM Aufpreis.
Zusätzlich hatten die Kunden die Möglichkeit für 650,- DM Aufpreis eine Farbe nach eigener Wahl auszuwählen.
  Um die Farben einmal auf einem Foto zu sehen, hier noch 2 Links :
  http://homepage.mac.com/markd/914/colors.html
  http://members.rennlist.com/chuxter/914Colors.htm

  Sondermodelle
  In den Jahren 1974 und 1975 wurden zusätzliche Sondermodelle in limitierter
Stückzahl ab Werk angeboten .
 

Sondermodell 1974:

(Jubiläumsposter von Porsche, Mai 1974)

Zunächst war geplant, aufgrund der großen Rennerfolge Porsches in der CANAM Serie Ende 1973 hierfür ein geplantes Sondermodell "CANAM" anzubieten.
Die Prototypen waren fertiggestellt und das Modell wurde im
September 1973 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt.
Um die Siegesserie der hoffnungslos überlegenen Porsche zu unterbinden, wurde dann
allerdings kurzerhand das Reglement der CANAM-Serie Ende 1973 komplett geändert,
was einen Rückzug Porsches aus der Serie bedeutete.

An dem Sondermodell hielt man, wenn auch in abgewandelter Form, trotzdem fest.
Kurzerhand wurde nun zur Feier des 100.000 verkauften VW-Porsche 914 dieses Sondermodell in einer limitierten Stückzahl von 1000 Fahrzeugen ab Werk angeboten.
Es handelte sich hierbei um vollausgestattete 2.0 Liter Modelle, in zwei
unterschiedlichen Farbkombinationen, Schwarz / Gelb und Hellelfenbein / Rot.

In den USA wurden die Modelle als 914 LE (Limited Edition), in Europa als 914 GT und in Japan als 914 SL (Sportly Limited) angeboten.
In den USA und Japan gab es für beide Modelle zusätzlich den, obligatorischen,
farblich abgestimmten Porsche Schriftzug an den Seiten (siehe Fotos unten).
In Europa hatten alle Fahrzeuge dieser Serie zusätzlich eine runde "100.000 Plakette"
mit Gravur der laufenden Seriennummer auf dem Armaturenbrett.

Farbkombination 1:
Schwarz/ Sonnengelb, auch unter der Bezeichnung "Bumblebee"
(Humme)l bekannt (die europäische Version siehe Bild oben, ohne Porsche-Schriftzug)


Farbkombination 2:
Hellelfenbein / Phönixrot, auch unter der Bezeichnung "Creamsicle" bekannt.
Unten die europäische Variante ohne den Porsche-Schriftzug.






mehr Infos zu der 914 LE unter :
http://members.rennlist.com/914_canam/

 
Sondermodell 1975:
  1975 gab es in Deutschland das Sondermodell "Silberserie" in limitierter
Stückzahl (ca.140 Stück
Hier galt es, die Absatzzahlen mit einem optisch und technisch aufgewerteten
Modell noch einmal anzukurbeln.
Das Modell hatte folgende Extras verbaut:
2 Liter Motor,Colorverglasung, Velourteppiche, Mahle- Leichtmetallfelgen
und Stabilisatoren.

Desweiteren hatten alle Fahrzeuge der Silberserie, Sitze mit
schwarz/grau/weißem Schottenkarrostoff.


  Innenausstattung        
  1969-1973        
  Für die Modelle von 1969-1973 konnte man für die Sitzeinlagen zwischen folgenden Optionen wählen :
- Vinyl Flechtnarbung in den Farben Schwarz, Braun und Beige
- Perloncordgewirk in den Farben Schwarz, Braun und Beige
- Polsterstoff "Pepita" in den Farben Braun / Weiss und Schwarz / Weiss ( nur 1969 und 1970 )
Für den Teppich standen Nadelfilz und Schlingenware zur Auswahl, in den Farben Schwarz (Antrazit), Braun ung Beige.
  1974-1976        
  Ab dem Modelljahr 1974 änderte sich für die Sitzeinlagen der Cordstoff, nun gab es Breitcordgewirk anstelle von Perloncordgewirk. Geblieben ist die Vinyl-Flechtnarbung. Beides war in den Farben Schwarz, Braun, Beige und Opal (weiss) erhältlich. Passend dazu gab es ebenfalls den entsprechenden Teppich, in Nadelfilz oder Schlingenware.
Für die Modelljahre 1975 und 1976 gab es dann zusätzlich die Möglichkeit die Sitzeinlagen mit 10 unterschiedlichen Schottenkaro-Stoffen zu bestellen.
Eingesetzt wurden die Stoffe u.a. auch in einigen Sondermodellen, wie z.B. der "Silberserie" (schwarz/grau)
Damals nicht sehr beliebt, heute dagegen sind die Stoffe sehr gesucht und entsprechend selten zu finden.
Die Stoffe sind inzwischen bei Porsche nicht mehr lieferbar.
Nach einer sehr aufwendigen, 2 jährigen Recherche bei div. Sattlern in Deutschland ist es uns gelungen,
Restbestände der Stoffe zu erwerben und insgesamt 5 Fahrzeuge in unserem Club mit den seltenen
Stoffen auszustatten.....(1x schwarz/grau, 2x gelb, 1x hellrot, 1x orange....)
   Innenausstattung 1969-1974    Innenausstattung 1975/76    
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